Sonntag, 30. Oktober 2016

Kürbiswaffeln und Trick-and-Treat







In diesen Tagen steigen morgens, wenn es hell wird,
schon die ersten dichten (fast) Novembernebel aus den Tälern und über unserem See auf, und bieten ein wunderschönes Bild.

Und auch, wenn wir derzeit noch schönstes
Oktoberwetter mit viel Sonne geniessen dürfen,
mußte Herr Lillewind nun schon an einigen Abenden
"sein" Holz  im Kamin verfeuern.
(Ihr erinnert Euch an "Ich und mein Holz" - und die besondere Beziehung von Männern zum Holz im Allgemeinen?!)


Kein Zweifel - dies ist der Herbst, oder?!
Der goldene Herbst.




Und der Herbst bringt uns nun einmal auch die Kürbisse.









Sowohl als Deko, aber auch in unserer Abo-Gemüsekiste finde ich sie momentan immer wieder.



In der Küche konnten mir die runden Herbstfrüchte bislang allerdings leider nur begrenzt Begeisterung entlocken.




Ich selbst kann mich zwar sehr an einer Kürbiscremesuppe mit Ingwer und Kokos erfreuen, weil ich einfach ein Suppenkaspar bin, und eine warme Suppe gerade jetzt sowohl innerlich wie äußerlich wärmen kann.

Meine Familie ist aber, was den Kürbis in der Suppe betrifft, nicht so erfreut.








Kürbispommes sind ebenfalls nicht mein Ding - und die meiner lieben, McDonalds- und Bofrost-Kringelpommes-verdorbenen Brut leider auch nicht.
Und damit war ich bislang auch schon am Ende meines Kürbis-Küchen-Lateins.




Im letzten Jahr gerieten die Kürbisse in meiner Küche
daher immer in einen regelrechten Rückstau, denn
die Gemüsekiste enthielt zeitweise mindestens einen
- oft sogar zwei kleinere Hokkaidos. 
Und, wenn sie sich auch lange halten
- irgendwann segnet auch einen Bio-Hokkaido in der - von Herrn Lillewinds Holz beheizten - Wohnküche das Zeitliche.




Mir tut so etwas ja immer in der Seele weh, und in diesem Jahr habe ich mir daher vorgenommen,
mit jedem neuen Kürbis in der Gemüsekiste ein neues Rezept auszuprobieren!
Nur keine Pommes und keine Suppe!








Außerdem war es auch wieder einmal an der Zeit,
einen schönen Herbstspaziergang mit kleinem Picknick
zu machen.
Gerade jetzt, ist frische Luft wichtig wie nie,
denn denkt daran:
Wer nur hinter dem Ofen oder im beheizten Wohnzimmer sitzt, tut seiner Gesundheit nicht gut.
Gerade jetzt müsst Ihr raus in die Natur,
denn das stärkt das Immunsystem und macht uns fit für die kommenden dunklen Wintermonate.




Aber nun zurück zu dem, was ich mit dem ersten Kürbis,
den ich in diesem Jahr in der Gemüsekiste fand, machte:
Der erstes Hokkaido dieses Jahres in unserer Gemüsekiste wurde zu  


Süssen Kürbiswaffeln mit Zimt-Frischkäse-Sahne 


verarbeitet.










Bei der Zubereitung gibt es zwar einen ganzen
Schritt mehr zu tun als bei "normalen" Waffeln,
aber die ganze Familie war sich hinterher einig,
dass der sich gelohnt hat.

Die Waffeln sind wirklich köstlich.
Probiert sie einmal aus.

Hier geht es zum Rezept:





Süsse Kürbiswaffeln
mit Zimt-Frischkäse-Sahne 

Ihr braucht:

Für die Waffeln:
1        kleinen Hokkaido-Kürbis
300 g    Dinkelmehl (630)
2   TL   Backpulver
1   TL   Natron
200 g    Zucker
1   TL   Vanillezucker
1   Msp. Salz
1,5 TL   Zimt
ca. 1 cm Ingwer, frisch gerieben (oder 
         altern. 1 TL Pulver)
1   Prise Muskat
4        Eier
100 ml   Milch
60  g    Öl (ich habe Olivenöl benutzt)
1   Dose Kokosmilch (ca. 340 ml)

Für das Topping:
250 g    Frischkäse
200 g    Saure Sahne
100 g    Kokosblütenzucker
         (altern. Agavendicksaft)

Zuerst wird der Backofen auf 180°C Umluft vorgeheizt.
In der Zeit wird der Kürbis (er wird natürlich mit Schale verarbeitet)
geviertelt und die Kerne und Fäden vorsichtig entfernt.
Danach werden die Viertel in ca. 2 cm breite Spalten geschnitten, die zusammen mit etwas Wasser in eine Auflaufform gelegt werden und für ca. 20 Minuten in den Backofen geschoben werden.
Die nun weichen Kürbisstücke werden in einer Schüssel püriert und zur  Seite gestellt.

Parallel werden zunächst Mehl, Backpulver und Natron miteinander vermischt und ebenfalls zur Seite gestellt.

Danach die Eier mit Zucker und Salz aufschlagen.
Dann alle anderen Zutaten und die Mehlmischung zugeben und gut miteinander verrühren.
Ganz am Ende auch das Kürbispüree zugeben und alles noch einmal gut verrühren.

Ich habe die Waffeln in einem Eisen für belgische Waffeln ausgebacken.
Sie benötigen definitiv etwas mehr Zeit im Waffeleisen als andere Waffeln.
Also bitte immer kurz prüfen, bevor Ihr sie aus dem Eisen nehmt und zum Abkühlen auf ein Gitterrost legt.

Während Ihr die Waffeln ausbackt, verrührt Ihr die Zutaten für das Topping einfach miteinander.


Dann könnt Ihr die Waffeln mit Puderzucker bestreuen und zusammen mit dem Topping servieren.











Sie schmecken richtig fruchtig und zimtig und durch den Ingwer auch leicht nach Zitrone. 

Wirklich ganz lecker!







Bei uns brauchte es dazu nur noch ein paar Gertränke
und hinaus ging es in die bunte Natur!



Lasst auch Ihr Euch diesen Abschlussball der Natur
mit Laubkonfetti in den schönsten Farben
bloß nicht entgehen.

Die Luft tut der Lunge gut,
und die Farben den Augen und der Seele.

Denn wußtet Ihr schon?
Gelbes Laub vertreibt graue Gedanken!










Und bei all diesem Kürbis um mich herum, liess ich mich dann doch anstecken, und half Piet, dem dieses "Fest" noch ganz wichtig ist, kleine Trick-and-Treat-Tütchen für Halloween zu basteln.

Und Kürbisse werden wir natürlich auch noch aushöhlen - und den "gruseligen" Abend mit Stockbrot und ganz standesgemäß mit Kürbisfratzen begehen.


(Wenn auch Ihr noch kurzfristig noch etwas für Halloween braucht, könnt Ihr die Vorlagen für die süssen schrecklichen Poison-Tütchen übrigens  hier bei Renaade vom "Titatoni" - ein Blick auf diesen nordisch, schönen Blog lohnt sich sowieso - kostenlos herunterladen, ausschneiden und zusammenkleben! 
Sind sie nicht wunderbar, die Blogger!)








Und vergesst auf keinen Fall, hier noch an der
Verlosung des
Restaurant-Gutscheins des
Landgasthofs Seemer
teilzunehmen.

Denn gerade jetzt könnte man das doch ganz  wunderbar
mit einem Spaziergang durch die Natur verbinden.


Ja, und nun....wie sagt man in dieser Zeit?!

 Spinnenfuß und Krötenbein!
Trick oder Treat?!


Viel Spaß und liebe Grüße

von

Eurer Lillewind





Kommentare:

  1. Tausend Dank für deine lieben Worte! Und nochmal tausend Dank für das tolle Rezept, die Waffeln klingen großartig!

    Ganz liebe Grüße,
    Renaade

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    1. Die sind auch wirklich richtig lecker... Nur leider auch alles keine magere Kost... ;-))
      Und Deine schönen Tütchen verbreiten sich jetzt durch das Sauerland!😘
      LG

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