Freitag, 15. September 2017

Blumen statt Ballons - Lust auf Picknick? Hier kommen die Ideen







In der letzten Woche fand in Warstein wieder die jährliche


statt.

Ihr alle kennt die bunten Photos von schönsten und originellsten Heißluftballons, die dort mit einem Riesenspektakel nacheinander starten und dann zu hunderten mit dem Wind davontreiben, um irgendwo in der näheren oder ferneren Umgebung wieder zu landen.

Unglaublich, was Wind und Thermik da möglich machen.











Auch ich liebe es ja sehr, diese bunten Fluggeräte bei einem Picknick, das wir nun schon fast traditionell irgendwo auf einem Warsteiner Acker oberhalb des Startplatzes veranstalten, zu bestaunen und zu photographieren.

Obwohl rund um Warstein inzwischen alle Feldwege abgesperrt sind, und mit dem Auto nicht mehr zu erreichen, war uns in den letzten Jahren kein Weg zu weit, und meine Männer trugen ganz lieb sämtliche Körbe und Kisten über Äcker und Wege, bis dorthin, die Lillewind es dann endlich für gut befand und von wo man dann die beste Sicht auf die startenden Ballons hatte.
Dann erst durften die hungrigen Männer über all die leckeren Kleinigkeiten, die ich für das Picknick hergerichtet hatte, herfallen.
"It's a hard life with a blogger wife/mother", sage ich Euch.


So war der Plan auch für dieses Jahr.

Vorallem, weil man doch wenigstens EIN Picknick im Sommer gemach haben sollte, weil es einfach so eine schöne Sache ist - und da wird es jetzt Zeit, was?!









Nur meinte es der Rest- bzw. Spätsommer in diesem Jahr leider wirklich nicht gut mit den Ballonfahrern und den Zuschauern.

Sassen wir in den letzten Jahren meist im warmen, rötlichen Licht der Spätsommersonne, so war es während der Woche der  diesjährigen Montgolfiade überwiegend zu windig, richtig kalt und frisch, und die Ballonfahrer konnten nur an wenigen Tagen starten.

Optimistisch wie eine Lillewind aber nun einmal ist, habe ich mich davon überhaupt nicht schrecken lassen und wie gewohnt unser Spätsommer-Picknick geplant und vorbereitet.












So stand ich in der Küche und bereitete

herzhafte Muffins,
einen Cremefraiche-Himbeer-Kuchen,
einen Bulgur-Feta-Salat,
elbstgemachtes Ginger-Ale
und mit Fallafel gefüllte, kleine Fladenbrötchen zu,
und glaubte fest daran, dass das Wetter es nicht wagen würde, diesen festen Punkt in Lillewinds Jahresplan zu stören.


Um dem ganzen wortwörtlich die Krone aufzusetzen waren auch Blumen für Blumenkränze für die Picknicker waren bereit.












Aber bei aller Lillewind-Power....
Das Wetter blieb hart. 

Schon morgens regnete es, und obwohl noch ein Fünkchen Hoffnung auf Besserung bis zum Abend hielt, war schon bald auf der Homepage der Warsteiner Brauerei nachzulesen, dass die Ballons an diesem Tag nicht starten würden.
Und bei aller Euphorie... 
Eine Lillewind mit Blumenkranz und Regen und gefühlten fünf Grad auf einem matschigen Acker?! 
Das wollte Familie Lillewind nicht erleben.

Also wurde kurzerhand umentschieden, und meine Männer trugen sämtliches Picknickzubehör in den heimischen Wald bis zur nächsten Wetterhütte.

Da muß man leider durch, wenn man mit Lillewind lebt.
Setzt sie sich ein Picknick in den Kopf - gibt es auch ein Picknick!
Ist klar, oder?!













So sassen wir also im Nieselregen schlotternd im Wald und ließen uns das Picknick, das natürlich besser aus heißer Suppe und Tee bestanden hätte, schmecken!
Wie heißt es gleich? 

Shit happens - aber uns stört es (fast) nicht?!

Nichtsdestotrotz - auch ich habe mich inzwischen bekehren lassen und sehe ein, dass der ganz große Sommer in diesem Jahr gelaufen ist. Bei allem Optimismus: Das ist jetzt wohl ein früher Herbst.

Solltet Ihr dennoch noch ein Picknick planen - und ganz ehrlich! - auch auf der Decke im eigenen Garten oder auch im Wohnzimmer kann es toll sein, denn alles, was wir manchmal brauchen, ist Abwechslung - dann findet Ihr hier unter meinen Rezepten vielleicht ein paar Anregungen.

Ich schreibe Sie Euch jedenfalls sehr gern auf.

Auch, falls Ihr für die Midsommer-Party oder den ersten Mai im kommenden Jahr einen Blumenkranz braucht!
Mit Lillewind kein Problem...





 
 
 
 
 
 




Unten findet Ihr eine Anleitung - und es ist wirklich nicht schwer und macht unheimlich Spaß (und schöne Photos)!







Los geht es mit dem

Bulgursalat mit Feta und Pinienkernen

Ihr braucht
(für ca. 6 kleine Weckgläschen):
250 g Bulgur
  50 g Pinienkerne
1/2    Gurke
400 g Feta
1/2 Packung Rucolasalat
2 EL Hüttenkäse
3 EL Olivenöl
2 EL Zitronensaft
Salz und Pfeffer

Zunächst wird der Bulgur nach Packungsanweisung gegart.
In der Zeit röstet Ihr die Pinienkerne ohne Fett in einer beschichteten Pfanne an.
Am besten daneben stehen bleiben, denn Ihr wißt, wie schmal der Grad zwischen
Wann-wird-das-denn-endlich? und Mist-schon-verbrannt! beim Pinienkerne-Anrösten ist.
Dann wascht Ihr den Rucola, schneidet ihn in ca. 2-3 cm lange Stücke und gebt ihn in eine Schüssel.
Der Schafskäse wird gewürfelt, und zusammen mit den Pinienkernen, dem gegarten Bulger, der Gurke und dem Hüttenkäse in die Schüssel gegeben.
Alles wird vermengt und mit dem Olivenöl, dem Zitronensaft und Salz und Pfeffer abgeschmeckt und in die Gläschen gefüllt. 

So, einen Teil habt Ihr schon im Picknickkorb.








Als nächstes backen wir 

Herzhafte Muffins (in zwei Varianten)
6x Käse-Lauch, 6x Speck

Ihr benötigt:
3        Frühlingszwiebeln
240 g    Dinkelmehl (wer mag, kann natürlich
         auch Weizenmehl nehmen)
2 TL     Backpulver
165 g    geriebener Gouda
1        Bio-Ei
180 ml   Buttermilch
 75 ml   Sonnenblumenöl
 50 g    Speckwürfel
         Salz und Pfeffer

Für das Frosting habe ich einfach Kräuter-frischkäse durch eine Spritztüte gedrückt und als Deko eine kleine Cocktailtomate hineingedrückt.

Aber zurück zu den Muffins:
Zunächst wird der Backofen auf 170°C vorgeheizt.
Dann habe ich die Frühlingszwiebel in feine Ringe geschnitten.

Danach das Mehl, das Backpulver in einer Schüssel vermischen.
Das Ei, die Buttermilch und Öl zugeben, alles zu einem glatten Teig verrühren und mit Salz und Pfeffer abschmecken.
Dann nehmt Ihr die Hälfte des Teigs ab und mischt den geriebenen Käse und die Frühlingszwiebeln unter den einen Teil, die Speckwürfel unter die andere Hälfte und verteilt beide Teige dann auf insgesamt 12 Muffinförmchen.

Die Muffins kommen nun für ca. 15 Minuten in den Backofen.
Nach dem Backen laßt Ihr sie vollkommen auskühlen und könnt sie dann nach Wunsch mit dem Frischkäse wie oben beschrieben dekorieren.


Und schon habt Ihr zwei Dinge im Picknickkorb.






Weiter geht es mit dem 

Creme-Fraiche-Himbeerkuchen

Hierzu benötigt Ihr:

6 Bio-Eier
160 g Zucker
1 Pck Vanillezucker
150 g Creme-Fraiche
150 g Sonnenblumenöl
350 g Mehl 
200 g Himbeeren, frisch oder TK
     (ich hatte TK)

Zuerst wieder einmal den Backofen vorheizen. 
Diesmal  auf 150°C Umluft.
Dann die Eier mit dem Zucker und dem Vanillezucker in einer Schüssel schaumig schlagen.
Dann nacheinander Creme-Fraiche und Öl zugeben, und erst zum Schluss das Mehl.
Erst, wenn der Teig schön glatt ist, die Himbeeren ganz vorsichtig unterheben und den Teig in eine gefettete und mit Semmelbröseln ausgestreute Gugelhupfform füllen und im Ofen ca. 50 Minuten backen. (Stäbchenprobe)

Das wäre der dritte Teil fürs Picknick.










Und, weil ich es ja immer übertreiben muss, gibt es noch 


Kleine, mit Falafeln mit Tzatziki gefüllte Fladenbrötchen.

Die Falafeln und das Tzatziki habe ich bei meinem Lieblings-türkisches-Gemüsehändler. 
Das Rezept für das Fadenbrot - das es bei uns immer und immer wieder - in groß und in klein - gibt, hatte ich Euch schon einmal hier aufgeschrieben.



Fehlt eigentlich nur noch etwas zu trinken, oder?!









Hier gibt es selbstgemachtes

Ginger Ale 
(Schmeckt wirklich richtig klasse!)

Dazu benötigt Ihr:
Eine kleine Ingwerknolle (ca. 30 g)
120 g Zucker
1 Bio-Limette
1 Bio-Zitrone
Mineralwasser zum Auffüllen

Zunächst schält Ihr die Ingwerknolle und schneidet sie in ca. 0,5 cm dicke Scheiben.
Diese gebt Ihr mit ca. 500 ml Wasser und dem Zucker in einen Topf.
Das Ganze auf dem Herd zum Kochen bringen und 20 Minuten köcheln lassen, bis die Flüssigkeit merklich einkocht.
Diese dann durch ein feines Sieb in eine geeignete Flasche füllen, etwas abkühlen lassen und in der Zwischenzeit 
die Zitrone und die Limette auspressen und den Saft zum Ingwersirup geben und vermischen.
Nun kann der Sirup nach Geschmack mit Mineralwasser verdünnt, serviert werden, sollte aber noch am selben Tag verbraucht werden.

Das war es schon.






Für den Blumenkranz benötigt Ihr dicken, mit Kunststoff umwickelten Blumendraht (ca. 0,3 cm) in der Länge Eures Kopfumfanges plus etwas mehr, damit Ihr die Enden noch mit Tape zum Kranz umwickeln könnt. 
Dann benötigt Ihr dünnen Draht zum Umwickeln, und - das Wichtigste! - Eure Lieblingsblumen.
Möglichst Schleierkraut oder etwas ähnliches als Füllstoff. 
Und dann wird gewickelt, was das Zeug hält, Prinzessin!















Je nachdem, was Ihr für Blumen und Blüten benutzt (z.B. auch Rosmarin, Lavendel, ect.) könnt Ihr den Kranz hinterher schön trocknen.

Und dem aufmerksamen Leser und Beobachter ist sicher Lillewinds hübsche, weibliche Verstärkung aufgefallen. 
Endlich mehr Frauenpower im Hause Lillewind.
Danke, liebe Shahira, dass Du Lillewinds Schnapsideen mitmachst!

Schön, wenn einem die großen Jungs irgendwann nette Mädels ins Haus bringen, oder?!


Liebste Grüße von
Eurer Lillewind











Freitag, 8. September 2017

Auf der Mistplatte – Wenn die Durga, der Buddha und Yoga ins sauerländische Niemandsland reisen / #Yogafestival Sauerland und Lillewinds Yoga







Könnt Ihr Euch an die Geschichten erinnern, in denen sich spirituelle Gurus mit ihren Jüngern irgendwo im Nirgendwo treffen, womöglich irgendwelche Pilze oder andere bewusstseinserweiternde Mittel zu sich nehmen – und plötzlich laufen dann womöglich auch noch alle nackt durch die Gegend, und es kommt gar der Krankenwagen, um diejenigen, die plötzlich meinen, sie könnten von Dächern fliegen, zu retten.

Da ist man ja jetzt durch die Medien sehr alarmiert, und ich wette mit Euch, dass am vergangenen Samstag einige der Radfahrer, Jogger, ect., die ich am Bioland-Hof Ohler Mühle in Hennen - irgendwo zwischen Iserlohn und Schwerte - habe 
vorbeikommen sehen,  genau an so eine Zusammenkunft gedacht haben.










Es sieht ja auch schon ein wenig so aus, wenn mehrere Zelte aufgebaut sind, in denen OMmmmmmm-tönende Menschenmengen auf Matten auf dem Boden oder auf Meditationskissen sitzen, und auf der – für einen Bauernhof üblichen - Mistplatte vor der Scheune, gefühlte hundert Menschen im Shavasana liegen.

Natürlich ist das alles Papperlapp, denn in Wirklichkeit traf hier wieder einmal das Om auf das Sauerland beim dritten





Yogafestival Sauerland.














Die fünf tuffen Yogalehrerinnen aus dem Sauerland, Natalie, Sabine, Gudrun, Sada und Antje haben es nämlich mit der Ihnen eigenen Durga-Power, d.h. viel Kraft, Mut und Entschlossenheit gewagt und wieder das




Yogafestival Sauerland
Deine wahre Natur!

veranstaltet. 


(über das erste Festival vor zwei Jahren hatte ich Euch schon hier berichtet!)









Im letzten Jahr war ich leider nicht dabei, und auch in diesem Jahr dachte ich fast bis zum Schluss, dass ich nicht teilnehmen könnte.

Mein Terminkalender ist einfach zu voll. Ihr kennt es auch.



Und dennoch... tief in meinem Herzen war da immer etwas in mir, das rief: mach doch mal wieder richtig Yoga.




Natalie Lübke-Rüschenbaum (Yogarausch Sundern-Langscheid)



Sabine Forberger (Yogavilla Iserlohn) 


Sada Bongard (Yoga Studio Sundern)






Ich schätze, einer der Gründe hierfür ist mein neues Yogabuch.

Ich hatte Euch ja hier vor kurzem noch von meinem schönsten neuen Yogabuch von Annika Isterling geschrieben.

Seit ich auf Sylt morgens um sechs Uhr am Strand Yoga geübt hatte, habe ich es tatsächlich auch zu Hause inzwischen mehrmals wöchentlich geschafft, morgens - vor der Arbeit -,wenn die ersten aus der Familie das Haus schon verlassen haben, und die anderen noch nicht aufgestanden sind, im Wohnzimmer meine Matte auszurollen, ein paar Kerzen und manchmal sogar ein Räucherstäbchen anzuzünden, meine Klangschale klingen zu lassen, und Yoga zu üben.

Nicht lang – nur ungefähr dreißig Minuten, aber die tun verdammt gut, und sind IMMER für etwas gut und nie zu kurz.










Und wie es immer mit dem Yoga ist:

Du musst gar nicht so viel, so oft oder so lange üben, da macht es schon wieder etwas mit Dir.

Es dehnt Dich, macht Dich wacher, verhilft Dir dazu, Dir wieder einmal Gedanken über gesunde Ernährung zu machen, gibt Dir mehr Standhaftigkeit und Stärke für den Tag und suggeriert Dir, dass Du viel schöner bist, als Du vorher noch dachtest.

Es tut Dir einfach gut!
Und macht immer Lust auf mehr.
Und plötzlich hatte ich wieder richtig, richtig viel Lust, mehr Yoga zu machen. 

Welche Gelegenheit war da doch - trotz meines ganz eigenen Terminkleinkleins - das


Yogafestival Sauerland.

Da geben sich fünf Damen aus dem Sauerland die größte Mühe, uns einen schönen Tag voller Yoga und viel tollem Drumherum in schönster Location zu bieten, und man will gerade jetzt sparen und stellt fest, dass man seit Wochen Freizeitstress hat?!

Dann hat man es doch wirklich nicht besser verdient, als seine armen Hunde weiterhin auf den harten Wohnzimmerboden herunterschauen zu lassen, oder!?

Bin ich froh, dass sich meine Durga-Power rechtzeitig zu Wort gemeldet hatte.

















Ich hatte zwar wirklich nur einen halben Tag Zeit, aber die fünf Damen machten es mir dennoch kurzfristig möglich, und so beschloß ich drei Tage vor dem Event noch, am



Yogafestival Sauerland


teilzunehmen.


Vor den Augen der indischen Göttin Durga fand dann bei diesem Festival genau das statt, weshalb es sich lohnte, mich an einem Samstagmorgen, an dem mich um 5.45h nicht nur der Wecker, sondern auch strömender Regen weckten, aus meinem warmen Bett zu quälen.

Noch während meiner 50-minütigen Autofahrt zum Veranstaltungsort – irgendwo im Niemandsland zwischen Iserlohn und Schwerte – fragte ich mich mehrere Male, nämlich immer dann, wenn der Sensor auf meiner Windschutzscheibe die Scheibenwischer wieder anwarf, und wenn ich den Nebel über den nassen Wiesen sah, warum ich nicht einfach im Bett geblieben bin.
Der Normal-Yogini ist eben noch schwach.

Nach zweimaligen Falschabbiegen, was mich dann auf die falschen Feldwege im falschen Niemandsland führte, fand ich den richtigen Feldweg ins richtige Niemandsland.

Dass ich richtig war, konnte ich schon aus der Ferne nur an der Uuuuunmenge von parkenden Autos vor einem Hof erkennen.

Eine Parkeinweiserin bat mich dann, vom Weg auf eine Wiese abzubiegen, auf der das Gras noch dreißig Zentimeter hoch stand. Niemals wäre ich dorthin abgebogen, aber im Vertrauen, dass sämtliche indische Gottheiten ihre schützenden Hände über mich und den Unterboden meines Autos hielten, fuhr (bzw. schwamm) ich beherzt auf diese Wiese und parkte am Ende einer Reihe aus ca. dreißig parkenden Autos.
Und ich war nicht die Letzte.

Unzählige Yogis strebten mit Matten und Sportzeug bewaffnet zum Festivalgelände, d.h. dem Bioland-Hof Ohler Mühle in Iserlohn-Hennen.

Mit der schon gewohnten Professionalität erhielt ich an der Anmeldung mein grünes Erkennungsbändchen und konnte mir zunächst erst einmal fröstelnd einen Überblick verschaffen. Wenigstens hatte der Regen aufgehört.

Erwartungsgemäß war ich erst einmal wieder sprachlos.

Auch das Programm war wieder unglaublich umfang- und abwechslungsreich.


Wie schaffen die Fünf es bloß, das auf die Beine zu stellen?!

Soooo viel Durga-Power!









Von der ayurvedischen Massage, Yin und Hatha Yoga, Klangschalen-Mediation und dem Abschluss-Konzert und Kirtan - alles war dabei!

Wie bereits vor zwei Jahren, fanden wieder in drei verschiedenen Bereichen auf dem Gelände jeweils drei unterschiedliche Programmpunkte gleichzeitig statt. 

Da gab es zum einen die Mistplatte und zum anderen die Wiese (auf der zum Glück ein Zelt aufgebaut war) und den Dachboden, wo immer drei verschiedene Vorträge, Workshops und verschiedene Yogastunden gleichzeitig stattfanden.




























Auch Ines Wirth, die Ayurvedische Catering-Dame von
"Ganz mein Geschmack" aus Arnsberg-Oeventrop, von der ich Euch ebenfalls vor zwei Jahren schon geschrieben hatte, war mit ihrem Team wieder dabei und verwöhnte alle wieder mit leckersten und gesündesten Köstlichkeiten - angefangen beim ayurvedischen Frühstück bis hin zu den Burgern.


Ines Wirth und ihr Team (Ganz Mein Geschmack, Arnsberg)









Und wem nicht danach war, oder der einen süssen, kleinen Snack zwischen den Yogastunden oder Workshops bevorzugte, der konnte sich draußen am Waffel-Stand eine Dinkelwaffel oder beim Team Rüschenbaum vor deren -  kurzfristig zum Marktstand umfunktionierten - Wohnwagen einen gesunden Smoothie, Yogi-Tee oder andere Getränke besorgen.








Team Rüschenbaum














Ihr seht:
Für das Wichtigste - mein leibliches Wohl - war ausreichend gesorgt.


Aber jetzt zum - weshalb war ich gleich da? - Yoga, oder?!

Zum Start des Festivals gab es die, nun schon traditionelle, gemeinsame Eröffnungszeremonie mit allen Anwesenden und Yogalehrerinnen .

Wohlgemerkt:
Es war Samstagmorgen!
Acht Uhr!
Es nieselte und hatte gefühlte 10 Grad Celsius!


Wir befanden uns auf der Mistplatte!

Aber, wenn Ihr glaubt, irgendjemand sei müde gewesen oder habe sich über das Wetter beschwert, liegt Ihr völlig falsch!

Im Gegenteil!
Die Motivation der Gruppe war einfach wahnsinnig, und innerhalb kürzester Zeit schwappt etwas über, dass Dich kalte Zehen, Müdigkeit, ect. vergessen läßt.

Und gegen Kälte zieht auch der moderne Yogi eben einen Wollpulli über.

Aber zurück zur Mistplatte!


Ja, diese Mistplatte!
Das ist übrigens der Ort, wo auf einem „ordentlichen“ Bauernhof der Mist zwischengelagert wird.

Hier auf dem Bioland-Hof Ohler Mühle ist es inzwischen eine große, überdachte Fläche mit Betonboden, und GENAU HIER startete vor den Augen der indischen Göttin Durga nun das ganze Spektakel des Yogafestival Sauerland.


Durga?!
Was hatte die wohl populärste Göttin des Hinduismus, Durga, auf einer westfälischen Mistplatte zu suchen?

Durga – bekannt als Göttin der Vollkommenheit und unter mehreren Namen – wie beispielsweise Saraswati, Lakshmi, Ambig und Ishvari, kann auch in verschiedenen Formen erscheinen und verkörpert
 Kraft, Wissen, Handeln als auch Weisheit

und gehört damit genau hierhin:
Zu all diesen Yogis auf dieser Mistplatte im Nirgendwo.



Es gibt kein schlechtes Wetter, oder?! Nur schlechte Kleidung!







Und die moderne und klare Umschreibung der Durga ist wahrscheinlich:



Geballte Frauenpower!

Und nur durch geballte Frauenpower – von fünf Powerfrauen -, kam nun schon zum dritten Mal dieses Event im Sauerland zustande.





Natalie  vom Yogarausch-Studio an der Sorpe






Ich selbst konnte – wie gesagt –  leider nur bis zum Mittag bleiben, aber alle indischen Götter waren mir hold gewesen, denn genau in dieser Zeit fanden die beiden Yogastunden statt, die ich gern besuchen wollte.

Zum einen war mein Magnet Natascha gewesen.


Kennt Ihr Natascha schon?




Natascha Kiessler (Cool Yoga Dortmund)






Natascha Kiessler, die Besitzerin des Yogastudios „Cool Yoga“ in Dortmund, war, glaube ich, die erste weltliche und moderne Yogalehrerin, die ich vor ungefähr zehn Jahren kennenlernte.

Bei Natascha besuchte ich meine ersten Workshops und für
"Cool Yoga“ fuhr ich – übrigens oft zusammen mit Natalie vom heutigen "Yogarausch" – die Strecke von Langscheid bis Dortmund.
"Nur“ um Yoga zu üben.




DEINE WAHRE NATUR












Meine ersten Erfahrungen mit Yoga machte ich während meiner zweiten Schwangerschaft.
Zunächst mit Prenatal-Yoga im Privathaus einer Hebamme, später im gleichen Haus mit ganz, ganz sanftem Kundalini-Yoga auf Lammfellen. 



Irgendwann besuchte ich auch einmal einen VHS-Yogakurs und übte im Klassenraum einer Schule, in der die Tische und Stühle an die Wand geschoben wurden, und nur eine – schon länger alte – Auslegware zurückblieb.














Irgendwann einmal besuchte ich auch einen Yogakurs, der auf dem, extra dazu hergerichteten, Dachboden eines Privathauses stattfand, das schon im Flur stark nach nassem Hund roch.

Der ganze Dachboden war mit Decken und Lammfellen ausgelegt und war total ausgefüllt von der lauten Atmung der Teilnehmer.

Übrigens etwas, das meine Freundin Steffi, die ich mit dorthin geschleppt hatte, um sie vom Yoga zu überzeugen, dazu veranlasst hatte, noch für längere Zeit Yoga Yoga sein zu lassen, bevor sie einen neuen Versuch in einem anderen Studio unternahm.
(Ihr O-Ton: „Die haben mir mit ihrer lauten Schnauferei ja komplett die Luft weggeatmet. Ich hatte schon Angst überhaupt noch Luft zu holen.“) Name dieser „lauten Schnauferei“: Ujjayi-Atmung


Und danach kam Natascha!
Und Cool Yoga!
Ein echter Kulturschock – im positiven Sinne.










Ein modernes, frisches, junges Studio. 

Yogakurse, in denen man ins Schwitzen kam und Workshops zu Musik von Paul Kalkbrenner und Co. mit Yogalehrerinnen wie Barbara Noa und Co.
Einfach herrlich!

In den darauf folgenden Jahren entstanden dann zum Glück auch um uns herum im Sauerland die jungen Yogastudios von Natalie (Yogarausch), Kati (Yogaraum), Sada (Yoga Studio Sundern) und in etwas weiterer Entfernung noch mehr, so dass es für mich nur noch beim Gedanken blieb, wieder einmal zu Natascha nach Dortmund zu fahren.







Aber jetzt war sie hier beim Yogafestival Sauerland!


Klar, dass ich ihre Stunde auf der Mistplatte besuchte, oder?!

Thema Ihrer Stunde war: „Wake up, Beauty!“
Wie passend, oder?! 

Zu Cyndy Laupers „True Color“ durften wir dann unsere Bauch- und Coremuskeln über die Mistplatte tanzen, um danach im friedvollen Krieger und Sonnengruß all unsere Farben zu zeigen.
I love it!

Wirklich - ich liebe dieses Yoga und diese Lehrerinnen, die sich vor der Stunde mit Herzblut Gedanken über den Inhalt der Stunde machen und dazu noch eine Playlist mit Liedern erstellen, die dem ganzen so etwas herrlich Dynamisches geben.

Der Kopf wird frei (und Muskelkater ist auch vorprogrammiert).
Und schön wird man nebenbei auch noch.

Auch das ist Yoga!




Nach Nataschas "Wake Up, Beauty" gab es eine halbstündige Pause und jeder begab sich langsam - ganz Festival-like- zu dem Platz, an dem der von ihm/ihr ausgewählte nächste Programmpunkt stattfinden sollte.



Für mich war das Natalies Vinyasa-Stunde
"Somewhere over the Rainbow" zum gleichnamigen Song von Dan Hawkins.


Natalie ist die Gründerin des hübschen Yogastudios

Yogarausch


gelegen in einer alten Mühle an der Sorpe bei Sundern, und gern beginnt sie ihre Stunden mit einem Om und einer Begleitung auf ihrem Harmonium.

Unverkennbar ist sie aber auch eine Schülerin von Natascha Kiessler, die übrigens auch Yogalehrer ausbildet.

Auch Natalie hat diesen temperamentvollen Flow mit Musik, den ich so mag, und mit ihr starteten wir nach dem klangvollen Om direkt mit einer Kundalini-Runde "Beinheben", die es auch in den Aerobic-Kurs schaffen würde, um dann zu „Somewhere over the Rainbow“ in weitere 90 Minuten fließendes Vinyasa-Yoga durchzustarten.

Wie gesagt, das ist das, was ich an dieser "jungen Generation" Yoga-Lehrerinnen so sehr schätze.

Die Mühe, die die Natalies und Natashas der Yogawelt in die Vorbereitung ihrer Stunden stecken.
Zu jeder Asana-Abfolge eine Playlist.

Hier ist übrigens die zu Natalies Stunde, die sie für uns alle freigeschaltet hat.

Hört doch einmal HIER hinein, um Euch ein Bild zu machen.


Der Buddha und Durga bekamen auf der Mistplatte also einiges zu sehen.






Schade, dass immer alles Schöne gleichzeitig ist, was?

Bei einem solchen Festival ist nämlich gutes Abwegen und Studieren des Programms gefragt, denn genauso gern hätte ich auch auf der Wiese mit Susan Napierala (Cool Yoga)
Yin-Yoga geübt.

Ebenso aber auch dem Vortrag mit Workshop zu „Faszien Yoga & Gutes Bindegewebe“ mit Gudrun Kübber und Sabine Forberger.

Und auch zu Sada und Antje wäre ich noch gern gegangen.

Und hätte mir abends liebend gern das Abschlusskonzert mit Kirtan-Gesang angehört.






Antje Böcker (Yoga Republic, Iserlohn-Letmathe)






Und so ging es für die anderen den ganzen Nachmittag weiter – während für mich an dieser Stelle leider Schluß sein mußte.

Ich habe dadurch an dem Tag noch sehr viel Schönes auf dem Festival verpaßt, denn es gab noch so viele tolle Workshops und Kurse, die man an diesem Samstag irgendwo im Niemandsland zwischen Schwerte und Iserlohn besuchen konnte.


Von Thai Yoga über Klangschale & Gong Meditation, Mantra Yoga, und, und, und....
Auch eine ayurvedische Massage bei Tim Beam hätte ich mir so gern einmal gegönnt.

Bei uns "um die Ecke" bekommt man so etwas im Sauerland nämlich auch nicht.















Aber zum Glück bin ich mir sicher, die Fünf es auch im nächsten Jahr wieder tun werden.

Bestimmt können diese Powerfrauen es ja doch wieder nicht lassen.

Es bleibt uns allen zu hoffen.

Und bis dahin zehre ich von der Inspiration, die mir diese paar Stunden Yoga wieder gebracht haben, und übe morgens auf unserem Wohnzimmerboden.

Und vielleicht gehe ich ja auch wieder einmal ins Studio.

Wer weiß?



Liebste Grüße
Eure Lillewind








P.S. Wenn auch Ihr einmal Lust habt, Yoga oder eines der Studios auszuprobieren, dann gibt es dort immer die Möglichkeit zur Probestunde.
Probiert es einfach mal.

Yogarausch, Sundern-Langscheid  (Natalie Lübke-Rüschenbaum)
Yoga Studio Sundern (Sada Bongard)
Green Spirit Yogastudio, Menden (Gudrun Kübber)
Yoga Republic, Iserlohn-Letmathe (Antje Böcker)

Yogavilla, Iserlohn (Sabine Forberger)